Interview mit Berater Stefan

Astrovox: Stefan, wie kam es zu Ihrer Berufswahl?

Stefan: Bereits in meiner frühesten Jugend erkannte ich meine Gabe, Menschen zu helfen. Ich beriet sie dabei, eine Lösung für ihre Probleme zu finden und wieder auf die Beine zu kommen. Daher war mein Werdegang fast schon vorbestimmt – und für mich ist meine Arbeit eine Berufung, nicht bloß ein Beruf!

Astrovox: Was hat ein Lebensberater eigentlich zu tun?

Stefan: Unser Dasein ist wie eine ausgedehnte Zugfahrt. Dabei haben wir immer wieder einmal umzusteigen, um unsere Destination zu erreichen. Viele von uns schaffen das jedoch nicht ohne Hilfe. Ein sorgfältiger und mitfühlender Lebensberater gibt ihnen die nötige Hilfestellung – wie ein guter Fahrplan.

Astrovox: Verwenden Sie bei Ihren Gesprächen bestimmte Utensilien?

Stefan: Ich nutze ganz spezielle Aufschlagkarten, die schon meine Vorfahren besaßen! Die Rede ist von besonderen Tarotkarten! Es handelt sich um eine ganz alte und ursprüngliche Variation, die man Tarot de Marseille nennt. Diese verdankt ihren Namen der südfranzösischen Stadt und geriet im Laufe der Zeit fast in Vergessenheit! Diese Divinationskarten geben mir Hinweise, was Kunden tun sollten, um wieder glücklicher zu leben.

Astrovox: Wie läuft das Kartenlegen eigentlich ab?

Stefan: Die Kartomantie, wie es auch heißt, hilft dabei, Gegebenheiten und Zusammenhänge wahrzunehmen. Hierfür werden die Aufschlagkarten nach konkreten Vorgaben aufgelegt. Der Kartenleger deutet dann das Zusammenspiel aus Grundbedeutung einer Karte und Verhältnis zu ihren Nachbarkarten.

Astrovox: Wann und wo entstand denn das Kartenlegen?

Stefan: Die Geschichte nahm vor ca. 1400 Jahren mit der Entwicklung von Karten in China ihren Anfang. Das waren zunächst nur Spielkarten. Kurz darauf entdeckte man allerdings, dass die Karten noch viel mehr können. Im 14. Jahrhundert fanden diese Karten ihren Weg nach Florenz. Und von der Toskana aus gelangten sie bis in die letzten Winkel Europas.

Astrovox: Somit fanden die Karten sofort ihre Freunde?

Stefan: Nicht unbedingt! Besonders in kirchlichen Kreisen galten die Spiel- ebenso wie die Divinationskarten als ein Werk Satans. So blieb das Kartenlegen lange Zeit auf Jahrmärkte beschränkt. Einen besseren Ruf erwarb es erst in den eleganten Salons im Paris des 18. Jahrhunderts. Im Zuge dessen erreichte es trotz aller Verteufelungen auch die ärmeren Teile der Bevölkerung. Besonders verdient machten sich dabei die damaligen Berühmtheiten unter den Wahrsagern – allen voran Antoine Court und mehr noch Marie-Anne Lenormand. Zu deren Kunden zählten schließlich Aristokraten und sogar Könige und Kaiser …

Astrovox: Somit gibt es nur wenige Parallelen zur Astrologie?

Stefan: Das sind gänzlich verschiedene Techniken! Die Astrologie basiert auf dem Ehrgeiz der Menschen, durch das Studium des Himmels die Witterung vorauszusagen. In Mesopotamien fanden Priester nach und nach heraus, dass die Position von Himmelskörpern nicht bloß das Wetter bestimmte. Sie waren sicher, dass sogar der Lebensweg eines Menschen beeinflusst würde. Die Griechen nannten diese Lehre „Astrologie“. Die Römer und mittelalterliche Gelehrte vollendeten sie schließlich.

Astrovox: Was will und die Astrologie nun sagen?

Stefan: Diese Lehre besagt, dass jedes Geschöpf bei der Geburt eine Wechselwirkung mit dem All auslöst. In besonderem Maße gilt das für uns Menschen. Diese Interaktion betrifft unser gesamtes Dasein und ist bestimmend für den Charakter und Lebenslauf einer Person. Entscheidend hierfür ist die Position von Sonne, Mond, Planeten und Sternen vom Ort zur Zeit der Geburt aus betrachtet. Eine Grafik dieser Konstellationen heißt Horoskop.

Astrovox: Was sind die zentralen Faktoren eines Horoskops?

Stefan: In einem Horoskop ist zunächst einmal ersichtlich, in welchem Sternzeichen die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt steht. Neben diesem bedeutendsten Parameter gibt es weitere Kriterien – zum Beispiel den Aszendenten. Das ist jenes Tierkreiszeichen, das am Osthorizont aufgeht, wenn ein Mensch zur Welt kommt. Gemeinsam mit weiteren Faktoren kann man viel über eine Person und ihr Leben in Erfahrung bringen. Dieses Geburtshoroskop ist selbstverständlich umfangreicher, aber auch genauer als Tierkreiszeichenhoroskope auf https://www.goastro.de und anderen Websites!

Astrovox: Was können Sie uns über das Wahrsagen erzählen?

Stefan: Das Wahrsagen wird auch als Mantik bezeichnet. Darunter ist die Gabe zu verstehen, Ereignisse aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zu sehen. Hierfür verwendet der Wahrsager oder die Wahrsagerin besondere Hilfsmittel, die seine Konzentration fördern. As Wahrsagen entstand im Altertum, als die Hohepriester den göttlichen Willen anhand von Orakeln zu erkennen trachteten.

Astrovox: Wie läuft das Wahrsagen denn ab?

Stefan: In der Antike zog man Methoden heran, die aus unserer Perspektive ein wenig befremdlich wirken. Die Wahrsagerinnen und Wahrsager interpretierten Kaffeesätze und Teeblätter, gewannen Informationen aus der Flugbahn der Vögel oder deuteten die Beschaffenheit von Tiereingeweiden. Nach wie vor gebräuchlich sind hingegen das Handlesen, das Pendeln und das aus China stammende I Ging. Auch diese Praktiken können hilfreich sein, wenn man mehr über die Lebenslage eines Menschen in Erfahrung bringen möchte.

Astrovox: Bestehen da Überschneidungen mit dem Kartenlegen?

Stefan: Durchaus! Die Parallelen sind nicht zu übersehen! Im Grunde genommen ist das Kartenlegen ja auch nichts anderes als eine Form des Wahrsagens! Diesen Techniken ist gemein, dass die Genauigkeit der Aussage gar nicht so sehr von der Methodik abhängt als von der Erfahrung des Wahrsagers und der Wahrsagerin. Sie haben das gewonnene Wissen korrekt zu interpretieren und so die passende Hilfestellung geben. Dazu braucht man nicht nur besondere Fähigkeiten, sondern auch jede Menge Erfahrung!

Astrovox: Und wie muss man sich das Hellsehen vorstellen?

Stefan: Das Hellsehen ist die Krönung des Wahrsagens. Ein Hellseher oder eine Hellseherin kann Ereignisse wahrnehmen, ohne dabei auf irgendwelche Hilfsmittel angewiesen zu sein. Man gebraucht nicht einmal die fünf Sinne – sodass in diesem Zusammenhang oft vom „sechsten Sinn“ gesprochen wird. Stattdessen liegt hier eine außersinnliche Wahrnehmung vor, die dieses Phänomen möglich macht.

Astrovox: Was sagen Sie zu Menschen, die das skeptisch sehen?

Stefan: Grundsätzlich ist kritisches Denken schon etwas Positives. Gleichwohl sollten wir daran denken, dass mediale Fähigkeiten schon oft unter Beweis gestellt wurden! Hellseher und Hellseherinnen haben die Polizei dabei unterstützt, Vermisste aufzuspüren! Und im Kalten Krieg sollen alle großen Geheimdienste Hellseher zum Zweck der Spionage eingesetzt haben!

Astrovox: Wie beurteilen Wissenschaftler das Hellsehen?

Stefan: Fast alle Parapsychologen sind davon überzeugt, dass jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad eine hellseherische Gabe hat. Wird diese aber nicht trainiert, können die Wahrnehmungen nicht vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein vordringen. Sogar bei Medien erfolgt dieser Informationsfluss nicht permanent, sondern muss immer wieder geübt werden …

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